Krankheiten Teil1



1. Flagellaten (Geißel-Tierchen)
Einzeller mit Flagellum, Verursacher von weißem Kot bei Zierfischen.
Flagellaten sind auch unter dem Begriff "Geißel-Tierchen" bekannt. Dieser Name stammt daher, dass sich diese einzelligen Wesen durch eine oder mehrere Geißeln fortbewegen. Die Vermehrung erfolgt durch eine Zweiteilung der Zelle. Ein typischer Vertreter dieser Gattung ist das Augentierchen Euglena, welches häufig in Teichen und Tümpeln anzutreffen ist. Viele dieser einzelligen Lebewesen zählen zu den Fischparasiten und können Krankheiten hervorrufen, die nicht selten tödlich verlaufen, wenn sie nicht rechtzeitig und konsequent behandelt werden.


Protoopalina sp. aus dem Enddarm eines Diskusfisches. Diese Einzeller treten
oft massenhaft im Fischdarm auf, ohne ihrem Wirt zu Schaden.
Flagellaten kommen auf der Haut, im Darm und anderen inneren Organen sowie im Blut vor. Zu den bekanntesten im Blut anzutreffenden Flagellaten zählen die Gattungen Cryptobia und Trypanosoma. Sowohl Süß- als auch Meerwasser-Fische können von diesen befallen werden. Liegt ein starker Befall mit diesen Parasiten vor, so erkennt man dieses häufig bereits daran, dass die Fische einen stark verminderten Fluchtreflex zeigen. Ist die Krankheit bereits weit fortgeschritten, so lassen sich die Tiere oftmals mit der bloßen Hand einfangen. Daher spricht man bei dieser Symptomatik auch von der "Schlafkrankheit der Fische". Die Übertragung der Krankheit auf andere Fische findet durch
Blutsaugende Parasiten statt. Diese, -wie beispielsweise der Fischegel-, kommen im Aquarium jedoch so gut wie nie vor. Daher besteht normalerweise keine große Ansteckungsgefahr. Man muss aber berücksichtigen, dass Flagellaten bei Teichfischen nicht selten sind. Darum ist darauf zu achten, dass kein Blutegel bei der Verfütterung von Lebendfutter eingeschleppt wird.
Häufig kommen Flagellaten auch im Darm der Fische vor. Es existieren offensichtlich eine Reihe von Flagellaten, die zur natürlichen Ausstattung der Darmflora zählen und den Fisch in keiner Weise beeinträchtigen. Einzelne Arten dieser Geißel-Tierchen verfügen allerdings über die Fähigkeit einer Massenvermehrung, so dass Krankheitssymptome auftreten. Hierzu zählt u.a. die Gattung Hexamita sp. oder Cryptobia iubilans. Auslöser der spontanen Vermehrung dieser Flagellaten können verdorbenes und ballaststoffarmes Futter, schlechte oder drastische Veränderungen der Wasserqualität oder Spannungen in der Sozialstruktur des Fischbesatzes sein. Hier finden sich auch erste Ansatzpunkte für Veränderungen der Haltungsbedingungen, um einem neuen Befall vorzubeugen. Die schädigende Wirkung der Flagellaten besteht nun darin, dass sie durch die Wandung des Darms hindurchwandern und andere innere Organe befallen. Diese betroffenen Organe versuchen nun ihrerseits sich dadurch zu schützen, dass sie die Flagellaten einkapseln. Es liegt auf der Hand, dass somit bei einem starken Befall die Funktionalität der einzelnen Organe vermindert, im Extremfall sogar vollkommen eingeschränkt wird.

Behandeln kann man die Krankheit beispielsweise mit dem Wirkstoff Metronidazol. Bei Diskus-Fischen ist oftmals eine etwas höhere Dosierung des Wirkstoffes notwendig, um die Krankheit zu bekämpfen. Wichtig ist, bei der Behandlung die Wasserqualität sorgfältig zu prüfen. Der pH-Wert sollte im leicht sauren Bereich liegen.

Weißer Kot entsteht dadurch, daß die Fische durch eine Störung des inneren Gleichgewichtes im Darm vermehrt Schleim und Darmzellen abstoßen. Diese Masse wird als weißlicher Schleim abgesetzt. Meist verlieren diese Tiere auch noch den Appetit und stellen das Fressen ein, wodurch das Symptom noch auffälliger wird. Die Störung des inneren Gleichgewichtes kann durch schlechte Haltungsbedingungen ebenso ausgelöst werden, wie durch Parasiten.

Wenden wir uns erst einmal den Verursachern der Erkrankung zu. Vor allem Diskus, Skalar und Tropheus leiden häufiger als andere Fischarten unter einem Massenbefall mit Darmflagellaten. Es gibt eine Reihe von Flagellatenarten, die zur normalen Darmflora der Tiere zu gehören scheinen und keinerlei negative Effekte auf die Fischgesundheit haben, z.B. Protoopalina. Einzelne Arten haben allerdings die Fähigkeit zur spontanen Massenvermehrung, die Krankheitserscheinungen zur Folge hat, wie Hexamita sp. oder Cryptobia iubilans. Auslöser der plötzlichen und sprunghaften Vermehrung dieser Flagellaten können verdorbenes und ballaststoffarmes Futter, schlechte oder drastische Veränderungen der Wasserqualität oder Spannungen in der Sozialstruktur des Fischbesatzes sein. Hier finden sich auch Ansatzpunkte für Veränderungen der Haltungsbedingungen, um einem neuen Befall vorzubeugen.
Flagellaten schädigen ihren Wirt vor allem dadurch, daß sie durch die Darmwand hindurch in andere Organe einwandern. Nicht nur im Darm, sondern auch in Leber, Milz und Niere vermehren sie sich. Der Fisch reagiert auf die Invasion damit, daß Fresszellen auf den Weg geschickt werden, um die Eindringlinge zu vernichten; ein Entzündungsherd entsteht. Eine weitere Taktik, um den Parasiten am Weiterwandern zu hindern, besteht darin, ihn einzukapseln. Ringförmig wird Gewebe um die mit den Flagellaten befallenen Bereiche angelagert, so daß regelrechte Wucherungen in den Organen entstehen (Bild 2). Durch das massive Aufgebot an Abwehrfunktionen und die immer zahlreicher werdenden Abkapselungen wird die Funktion der Organe bis zur Lebensuntüchtigkeit eingeschränkt.
Im frühen Stadium der Infektion, wenn die Flagellaten noch nicht beginnen, in die Organe einzudringen, verursachen sie im Darm flächige Entzündungen. In einigen Fällen treten Symptome auf, die denen einer Bauchwassersucht ähneln und nicht selten durch bakterielle Sekundärinfektionen verursacht werden.


A: Euglena spirogyra, Detail Vorderende   B: Spektrale Empfindlichkeit


A, B: Mehrgeißelige Flagellaten , C: Modifikationsformen eingeißliger Flagellaten

Flagellaten werden meist mit dem Wirkstoff Metronidazol oder anderen Nitroimidazolen behandelt, die in freiverkäuflichen Präparaten aus dem Aquaristikfachgeschäft enthalten sind. Wichtig bei der Anwendung ist dabei, daß Diskusfische im Krankheitsfall eine höhere Dosierung benötigen, als andere Fische.
In der Regel beträgt die Dosierungsanweisung 4 bis 7 mg/l Aquarienwasser; bei Diskusfischen sollte mit 8 bis 10 mg/l behandelt werden, Anwendungsdauer 3 bis 5 Tage, je nach Verträglichkeit und Wasserqualität. Bei Tieren, die kein Futter mehr aufnehmen, kann die Dosis verdoppelt werden. Unbedingt sollte beachtet werden, daß das Behandlungswasser einen leicht sauren pH-Wert aufweist und die Temperatur unter 300C beträgt. Während der Behandlung sollten UV-Röhren ausgeschaltet werden und am Ende der Behandlung das Aquarienwasser über Kohle gefiltert werden.
Eine Futterbehandlung ist natürlich nur im Anfangsstadium durchführbar, solange die Fische noch Nahrung aufnehmen. Dazu die Frost- oder Lebendfuttertiere für 3 Stunden im Kühlschrank in einer einprozentigen Metronidazollösung einweichen und einen Tag lang soviel wie möglich verfüttern. Die Meinungen über die Wirksamkeit einer Futterbehandlung gehen weit auseinander.

 

2. Fischtuberkolose

Fischtuberkulose ist eine charakteristische Erkrankung der Warmwasserfische. Etwa 60 - 80 % aller Zierfische können heute als infiziert angesehen werden. Am
stärksten ist die Verseuchung in übervölkerten Gesellschaftsaquarien. Aber auch in den oft dicht und mit zahlreichen Arten besetzten Verkaufsbecken der Züchter und Händler ist die Übertragung der Erreger in vielen Fällen begünstigt. Anfangs wurde die Fischtuberkulose als Aquarienfisch - Ichtthyophonus verkannt. Das kam daher, weil das Krankheitsbild der Fischtuberkulose zum Teil an die echte Ichthyophonus - Krankheit der Forellen erinnert.

Die starke Ausbreitung der Krankheit ist vor allem durch folgende Fakten bedingt:
Die meisten der befallenen Warmwasserfische zeigen zunächst keine Symptome Fast jede Behandlungsmethode ist bis jetzt ohne Erfolg geblieben.

Übertragung der Fischtuberkolose:
Übertragung der Fischtuberkulose ist auf mannigfache Art möglich. So können die Erreger mit dem Darminhalt, mit Haut- und Flossenfetzen, aus aufgebrochenen Geschwüren abgestoßen und von gesunden Fischen mit der Nahrung aufgenommen werden. Eine besonders starke Infektion tritt ein, wenn infizierte Zierfische unbemerkt verenden und dann den lebenden als Nahrung dienen.
Die Bakterien gelangen vom Darm aus in die verschiedenen Organe. Die Anfälligkeit ist bei Salmlern und bei Labyrinthfischen besonders groß.

Bestimmung der Fischtuberkulose:
Besteht Verdacht auf Fischtuberkulose so untersucht man am besten die Leber und Niere. Mit einer einfachen Lupe, ja schon mit dem bloßen Auge lassen sich hier weißliche bis gelbliche Knötchen erkennen. Zur mikroskopischen Untersuchung wird ein Organstück vorsichtig flachgedrückt. Tuberkel lassen sich auch in verendeten Tieren noch gut erkennen.

Heilung der Fischtuberkolose:
Die Fischtuberkulose wird durch Bakterien - aerobe, sporenlose, säurefeste, grampositive, unbewegliche Stäbchen - verursacht. Das Lebensoptimum der Erreger liegt um 25 °C, d.h. gerade in dem Bereich, der auch für tropische Zierfische notwendig ist. Die Erreger finden im Warmwasseraquarium gleichsam optimale Bedingungen. Grundsätzlich können alle Organe des Fisches befallen werden, jedoch nimmt die Befallsdichte der einzelnen Organe meist in der Reihenfolge Leber, Milz, Niere, Herz, Haut, Augen, Eierstock, Darm und Skelett ab. Die Krankheitserscheinungen selbst können außerordentlich verschiedenartig sein und werden z.T. durch die Lage der Krankheitsherde bestimmt. In den inneren Organen entstehen durch die Auseinandersetzung zwischen dem Wirt und den Erregern gelblichweiße bis schmutziggraue Knötchen, so genannte Tuberkel. Der Wirt versucht durch Bildung immer neuer Hüllen die Krankheitsherde abzukapseln. Die Knötchen zerfallen in der Regel von innen nach außen und zeigen häufig Ablagerungen von schwarzen oder gelben Pigmenten. Aus den Knötchen entstehen häufig bruchsackartig neue Tochterknöllchen.
Im Verlauf der weiteren Erkrankung kann es zur Funktionseinschränkung oder sogar Funktionsuntüchtigkeit verschiedener Organe und damit zum Tod kommen. Allerdings dauert es oft mehrere Jahre, bis der chronische Verlauf durch akute Erscheinungen zu Ende geht. Neben den Knötchen in den inneren Organen können äußere Krankheitserscheinungen fehlen oder je nach Lage des Befallherdes recht unterschiedlich ausgeprägt sein.
Die Fischtuberkulose wird durch Bakterien - aerobe, sporenlose, säurefeste, grampositive, unbewegliche Stäbchen - verursacht. Das Lebensoptimum der Erreger liegt um 25 °C, d.h. gerade in dem Bereich, der auch für tropische Zierfische notwendig ist. Die Erreger finden im Warmwasseraquarium gleichsam optimale Bedingungen. Grundsätzlich können alle Organe des Fisches befallen werden, jedoch nimmt die Befallsdichte der einzelnen Organe meist in der Reihenfolge Leber, Milz, Niere, Herz, Haut, Augen, Eierstock, Darm und Skelett ab.
Die Krankheitserscheinungen selbst können außerordentlich verschiedenartig sein und werden z.T. durch die Lage der Krankheitsherde bestimmt. In den inneren Organen entstehen durch die Auseinandersetzung zwischen dem Wirt und den Erregern gelblichweiße bis schmutziggraue Knötchen, so genannte Tuberkel. Der Wirt versucht durch Bildung immer neuer Hüllen die Krankheitsherde abzukapseln. Die Knötchen zerfallen in der Regel von innen nach außen und zeigen häufig Ablagerungen von schwarzen oder gelben Pigmenten. Aus den Knötchen entstehen häufig bruchsackartig neue Tochterknöllchen.
Im Verlauf der weiteren Erkrankung kann es zur Funktionseinschränkung oder sogar Funktionsuntüchtigkeit verschiedener Organe und damit zum Tod kommen. Allerdings dauert es oft mehrere Jahre, bis der chronische Verlauf durch akute Erscheinungen zu Ende geht. Neben den Knötchen in den inneren Organen können äußere Krankheitserscheinungen fehlen oder je nach Lage des Befallherdes recht unterschiedlich ausgeprägt sein.
Folgende Krankheitserscheinungen können auftreten:

aufgeriebener Leib durch starken, akuten Befall innerer Organe, insbesondere der Leber (auch Schuppensträube möglich) Abmagerung (Messerrücken, Hohlbäuchigkeit) trotz guter Fütterung, mehr oder weniger plötzliche Futterverweigerung bei lang andauerndem Krankheitsverlauf beulenartige Erhebungen am Körper, die geschwürig zerfallen können, oder flache Geschwüre bei Befall der Unterhaut (auch Schuppenausfall möglich) Verlust von Flossenteilen und ganzen Flossen durch Geschwüre an der Flossenwurzel (häufig an der Schwanzflosse) dunkle Verfärbung und grießliche Verformung der Regenbogenhaut (erste Anzeichen beim Skalar); Glotzaugen und geschwürige Zerstörung des Auges bei starkem Befall Auftreten schwarzer Flecken oder totale Dunkelfärbung (bei Cichliden) seltene Symptome: Die Tiere liegen seitlich, Kopf und Schwanz etwas hochgebogen, am Boden und vermögen nur kurz, ungerichtet zu schwimmen, bei Schwimmblasenschädigung auch Taumelbewegungen. Nervöse Schaukelbewegungen mit angelegten Flossen oder vorübergehende Seitenlage bei Hirnschädigung. Geschlechtsumstimmung bei Zahnkarpfen durch Befall der Geschlechtsdrüsen.
Die Fischtuberkulose lässt sich zur Zeit noch nicht zuverlässig heilen. Alle bislang angegebenen Methoden führen nicht zuverlässig zum Erfolg, sind oft sogar schädlich für die Fische. Man hat zunächst nur die Möglichkeit, einer weiteren Verbreitung der Seuche vernünftig entgegenzuwirken. Dazu sind folgende Maßnahmen notwendig
Fischen optimale Lebensbedingungen geben, damit die Krankheit erst gar nicht ausbricht abwechslungsreiche Ernährung, ausreichend Platz und eine gute Wasserhygiene Fische mit äußeren Erscheinungen, die auf Fischtuberkulose hindeuten, sind sofort zu entfernen. Man kann den Krankheitsverlauf durch antibakterielle Heilmittel höchstens verzögern, aber nicht mehr verhindern Fische, die Anzeichen von Fischtuberkulose zeigen, nie zu Zuchtzwecken benutzen Fische, die mit fischtuberkulosekranken Tieren vergesellschaftet waren, dürfen nicht verschenkt oder verkauft werden. Sie sind gut zu pflegen und von anderen Fischen isoliert zu halten in Züchtereien müssen kranke Bestände restlos vernichtet werden (die Aquarien sind mit Kaliumpermanganat (1g/l) oder einem anderen Mittel gründlich zu desinfizieren.

Normalerweise ist die Fischtuberkulose auf den Menschen nicht übertragbar. Menschen mit empfindlichem Immunsystem können sich aber z.B. über kleine Hautverletzungen mit dem Erreger infizieren, wobei sich diese Infektion meist örtlich begrenzt als sogenanntes Schwimmbadgranulom (Badedermatitis) äußert

 

Eine der Algenarten, die sehr hartnäckig ist,
diese Alge ist zumeist an Anzeichen für einen zu hohen ph-Wert oder einen
CO2 Mangel. Die Alge (Bild links) hat Pinselartige Büschel und setzt sich
an Einrichtungsgegenständen (Steine, Wurzeln etc.) und vermehrt an den
Blatträndern fest. Sie lässt sich nur sehr schwer entfernen, wenn dann
mechanisch, durch eine erhöhte Zufuhr von CO2 (vorher messen). Man sagt auch, das Apfelschnecken diese gern fressen und auch die echte siamesische
Rüsselbarbe, soll dies Alge nicht verschmähen.

 

 

 

Weißpünktchenkrankheit, Ichthyophthirius multifiliis

Die Krankheit ist die wohl am häufigsten vorkommende Krankheit bei Zierfischen. Diese tritt meist bei Neuankömmlingen auf und wird meist durch Stress verursacht, da das Immunsystem bei Stress sehr geschwächt wird haben die Parasiten meist leichtes Spiel. Verantwortlich für diese Krankheit ist der Parasit Ichthyophthirius multifiliis dieser nutzt das geschwächte Immunsystem des Fisches aus und befällt ihn, deshalb spricht man auch von einem Schwächeparasiten.

Krankheitsdiagnose:
Die Diagnose ist meist recht einfach, die Fische haben im Anfangsstadium kleine weiße Pünktchen an den Flossen, später greifen die Pünktchen auf den ganzen Körper über wobei die Größe abhängig von der Fischgröße zwischen 0,5 und 1mm liegt. Schwierig ist die Diagnose bei Harnischwelsen, dort setzen sich die Wimperntierchen gerne in den Kiemen fest, da sie dort den wenigsten Widerstand haben, dadurch ist dem Fisch dann von außen nichts anzusehen. Man merkt lediglich das der Fisch etwas schwankt beim schwimmen, und wedelt auch häufig mit den Flossen. In den meisten Fällen bleibt die Krankheit bei Welsen jedoch unerkannt und führt sehr rasch zum Tod des Tieres.

Infektionswege:
Es gibt mehrere Wege wie sich ein Fisch die Weißpünktchenkrankheit holen kann hier ein Überblick:
 Neuzugänge bringen den Erreger in das Aquarium, diese Erreger verbreiten sich auf die anderen Fische die nicht genügend Abwehrkräfte haben um den Erreger zu besiegen. Scheinbar gesunde Neuzugänge im Aquarium erkranken kurz nach dem einsetzen ins neue Becken. Diese Fische sind dann oft durch den Transport und zu kurzer Zwischenlagerung so geschwächt, dass sie gegen den Erreger keine Chance haben. Oft kommt es auch vor, dass sich ein Erregerstamm bildet und die Krankheit auch auf Alteinsassen des Aquariums übergeht. Durch einbringen des Erregers über Pflanzen, Steine, Wasser in das Aquarium, wenn diese aus einem anderen Aquarium stammen wo der Erreger war. Auch eine Übertragung des Erregers über die Hand, oder das Fischnetz ist möglich wenn an mehreren Aquarien gearbeitet wird. Durch das versterben eines befallenen Fisches kann es sein das die Erreger den Fisch verlassen und ein dauerhaftes Nest im Bodengrund bilden, und dann durch Kontakt mit anderen Fisch auf diese übergreifen.
Krankheitsverlauf:

Die Krankheit endet in vielen Fällen tödlich für das Tier, vor allem Salmler sind sehr empfindlich und können schon Stunden nach dem Befall des Parasiten daran sterben. Der Parasit gräbt sich nach dem Befall in die Fischhaut ein und nährt sich dann vom Fischgewebe, dementsprechend schnell geht dann die Vermehrung. Es kann auch passieren das eine Mehrfachinfizierung durch den Parasiten ausgelöst wird, denn durch die Schwächung des Immunsystems des Fisches wird er natürlich auch anfällig für andere Infektionskrankheiten und Parasiten.
Bekämpfung des Ichthyo;

Hier führ gibt es mehrere Methoden um den Parasiten los zu bekommen, nicht jede ist für jeden Fisch geeignet. Hier mal ein Überblick:
Die Salzbehandlung
Die Salzmethode ist vor allem bei sehr schwachem Befall der Fische sehr zu empfehlen, und ist auch sehr Erfolg versprechend. Vorsicht bei Salmlern, Welsen und Wirbellosen, diese vertragen meist eine Aufsalzung des Wassers nicht, hier sollte eine andere Methode gewählt werden.
Durch die Zugabe von Salz in das Aquariumwasser lösen sich die äußeren Schleimhäute der Fische, und damit meist auch die Ichthryo - Parasiten. so wird eine Weiterverbreitung der Krankheit verhindert.
Diese Methode ist vor allem bei Lebendgebärenden Zahnkarpfen sehr geeignet, da diese den Salzgehalt im Wasser sehr gut vertragen.

Die Temperaturmethode
Der Parasit stirbt bei einer Temperatur von ca. 30-31°C ab. dies kann man sich zu Nutze machen um den Parasiten los zu bekommen. Die Anhebung der Temperatur ist aber nicht ebi allen Fischen möglich, da diese solche Temperaturen nicht verkraften, dann ist es anzuraten die Wassertemperatur um ca. 3-4 °C anzuheben, und gleichzeitig die Salzmethode anzuwenden, dadurch kann die Behandlungsdauer mit der Salzmethode verkürzt werden, da der Parasit sich schnell vermehrt und schneller in das Schwärmerstadium kommt.
Bei Fischen bei denen die Temperatur von 30-31°C kein Problem ist ( z.B. Diskus ) sollte man in mehreren Etappen abgestuft die Temperatur sehr langsam auf das Niveau heben, und dann abwarten bis der Parasit nicht mehr zu sehen ist.
Bei dieser Methode ist zu beachten:
Durch die Temperaturanhebung sinkt der Sauerstoffgehalt im Wasser und der Sauerstoffbedarf der Fische steigt, deshalb sollte für ausreichend Belüftung des Aquariums gesorgt werden. Das Absenken der Temperatur sollte noch viel langsamer von Statten gehen wie die Erhöhung. Der Stoffwechsel der Fische wird bei höheren Temperaturen angeregt, deshalb sollten diese während der Behandlung großzügig gefüttert werden, um das Immunsystem nicht noch zusätzlich zu schwächen.

Umsetzungsmethode
Bei den Umsetzungsmethode wird der befallene Fisch alle 12 Stunden in ein anderes frisch befülltes Becken umgesetzt, bei jedem Umsetzen in ein anderes Aquarium lässt er in diesem wieder Parasiten zurück, bis keine mehr vorhanden sind, bzw. wenige die der Fisch dann selber noch besiegen kann.
Die Behandlung kann zwischen 5 Tagen und einer Woche betragen.

Zu beachten ist:
Man benötigt mindestens 2 frisch befüllte Becken, die Aquarien sollten mit abgestandenen Wasser befüllt werden, das fast die gleichen Wasserwerte wie das Ausgangswasser hat. Man braucht ausreichende Belüftung in diesen Becken. Die Temperatur des Wassers in den Becken muss identisch sein +- 1°C Sparsam Füttern und das Wasser nicht zu belasten.

Medikamentöse Behandlung
Die Medikamentöse Behandlung ist meist sehr effektiv aber auch aggressiver als alle anderen Methoden.

Zur Behandlung bitte die Anleitung des jeweiligen Medikaments befolgen.

NICHT BEI SPEISEFISCHEN ANWENDEN!

Gute Medikamente sind: Sera Costapur, Sera Costamed, JBL Punktol, Esha Exit

 


Aktualisiert am: 16.01.17 01:38:50